Schuldenexplosion trotz Rekordsteuereinnahmen: Spekulative Liegenschaftskäufe vollständig «auf Pump» finanziert

Die Rechnung 2025 der Stadt Zürich schliesst zwar erstmals seit zehn Jahren mit einem knappen Aufwandüberschuss von 22,9 Millionen Franken ab. Doch die Realität hinter den Zahlen ist eine andere: Das Ergebnis fällt erneut um 231,5 Millionen Franken besser aus als budgetiert. Gleichzeitig explodiert die Verschuldung um weitere 712 Millionen Franken auf über 7 Milliarden Franken. Die FDP stellt fest: Der Stadtrat betreibt weiterhin eine ungezügelte Schuldenwirtschaft und verliert die Kontrolle über die Investitionsausgaben.

Besonders alarmierend ist die Entwicklung der Verschuldung. Seit 2022 sind die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 2,4 Milliarden Franken (+51 Prozent) auf nun 7,2 Milliarden Franken angestiegen. Allein im Rechnungsjahr 2025 erhöhte sich die Verschuldung um 712 Millionen Franken. Diese Entwicklung ist nicht nachhaltig und gefährdet die finanzielle Handlungsfähigkeit künftiger Generationen.

Die Ursache liegt auf der Hand: Ein ausser Kontrolle geratenes Investitionsvolumen von über 2 Milliarden Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad ist von 106 Prozent im Vorjahr auf nur noch 49 Prozent abgestürzt – mehr als die Hälfte aller Investitionen wird auf Pump finanziert. Besonders stossend ist die Verschuldung von 283 Millionen Franken für Liegenschaftskäufe im Finanzvermögen. Diese vollständig fremdfinanzierte Immobilienpolitik schafft keine einzige neue Wohnung, sondern verteilt lediglich bestehenden Wohnraum um und treibt die Immobilienpreise zusätzlich an. Hinzu kommt ein strukturelles Problem aus der Vergangenheit: Das stetige Wachstum des Personalbestands belastet den Haushalt zunehmend, ohne dass für die Bevölkerung ein entsprechender Mehrwert erkennbar ist.

Die FDP fordert deshalb eine konsequente Priorisierung der Ausgaben, einen sofortigen Stopp des unkontrollierten Stellenwachstums sowie eine klare Begrenzung der Investitionen. Gleichzeitig braucht es gezielte Steuerentlastungen, um die wirtschaftliche Dynamik zu stärken und die Standortattraktivität nachhaltig zu sichern.

Përparim Avdili stellt deshalb fest: «Angesichts der noch düsteren Prognosen für die Zukunft und der fehlenden Einsicht bei der Mehrheit des Stadt- und Gemeinderates, wird die FDP eine Schuldenbremse per Volksinitiative prüfen.»

Wer heute weiter Schulden anhäuft, verspielt die Zukunft der nächsten Generation. Zürich braucht jetzt keine Schönfärberei, sondern eine ehrliche und verantwortungsvolle Finanzpolitik.