Mit mehr als einer halben Milliarde Franken pro Jahr will die Stadt private Liegenschaften aufkaufen. Das schafft keinen einzigen Quadratmeter zusätzlichen Wohnraum. Im Gegenteil: Der Staat tritt als Grosskäufer in einem überhitzten Markt auf, treibt die Preise weiter nach oben und bindet enorme Mittel, die für echte Angebotsausweitungen fehlen.
In der letzten Budgetdebatte hat Finanzvorsteher Daniel Leupi festgestellt, dass forcierten Liegenschaften-Käufen enge Grenzen gesetzt sind und sie weder ein skalierbares Instrument zur Lösung der Wohnungsfrage darstellen noch einen dämpfenden Einfluss auf die Angebotsmieten haben. Über diese Fakten schweigt das Programm. Der Stadtrat ignoriert damit seine eigenen Erkenntnisse – und betreibt ideologisch motivierte Symbolpolitik.
Die FDP Stadt Zürich kritisiert diesen Irrweg seit Jahren, weil er finanzpolitisch hochspekulativ und wohnpolitisch kontraproduktiv ist. Wer glaubt, man könne die Wohnungsknappheit mit staatlichen Zukäufen lösen, verschärft das Problem und verdrängt private Investitionen, statt neue Wohnungen zu ermöglichen. Es vernachlässigt auch, dass die Stadt Zürich keine Insel ist, sondern bspw. in den 14 Nachbarsgemeinden rund 200'000 Personen leben.
Statt Milliarden in ineffiziente Liegenschaften-Käufe zu versenken, braucht Zürich endlich eine echte Angebotsstrategie:
- Schnellere und verbindliche Bewilligungsverfahren,
- konsequente Verdichtung und Aufzonung,
- verlässliche Rahmenbedingungen für private und gemeinnützige Bauträgerschaften,
- den Abbau regulatorischer und ideologischer Blockaden im Planungsrecht.
Die FDP Stadt Zürich anerkennt das Ziel der sozialen Durchmischung und des preisgünstigen Wohnraums. Dieses Ziel wird aber nicht durch staatlichen Aktionismus erreicht, sondern durch mehr Wohnungsbau, mehr Investitionssicherheit und mehr marktwirtschaftliche Vernunft.
FDP-Präsident und Stadtpräsidiumskandidat Përparim Avdili sagt: "Der Stadtrat kauft sich mit Milliarden aus der Verantwortung. Statt endlich mehr Wohnraum für alle zu schaffen, treibt er damit nicht nur die Preise in die Höhe, sondern blockiert auch echte Lösungen.“